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Husainiden ArtikelBuch-Tipp: ' Jesus und Mohammed - erstaunliche Unterschiede und überraschende Ähnlichkeiten' Pflichtlektüre für "Gutmenschen" und Multikulti-Romantiker Zu Inhalt und Autor des sehr sachlich geschriebenen und wissenschaftlich fundierten Werkes brauch' ich hier nichts mehr zu schreiben, da dies meine Vorrezensenten schon zur Genüge getan haben. Das Buch öffnet die Augen für die grundlegenden Unterschiede zwischen Christentum und Islam.... Die Husainiden, auch Husseiniden, waren eine Dynastie in Tunesien, die von (1705 bis 1957 herrschte.
Nachdem es in dem 17. Jahrhundert in der osmanischen Regentschaft Tunis stets wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Korsaren und Janitscharen um den Einfluss an der Regierung gekommen war, setzte sich 1705 Husain I. ibn Ali als Bey in Tunis durch und begründete die Dynastie der Husainiden. Durch den Bestand der Dynastie und die politische Stabilität kam es in Tunesien vor allem durch die Fähigkeiten der aus Andalusien eingewanderten Morisken wieder zu einem Wirtschaftsaufschwung. So wurde wieder die Landwirtschaft und der Handel mit den europäischen Staaten gefördert, nach dem das Korsarentum an Bedeutung verloren hatte.
1756 wurde Ali I. al-Husain (1735-1756) von den Söhnen seines Vorgängers gestürzt, als diese mit algerischer Hilfe Tunis eroberten. Erst 1807 konnte die Vormacht von Algerien durch einen Sieg der Tunesier unter Hammuda al-Husain (1782-1814) beendet werden. Nach der Ausschaltung der osmanischen Janitscharen sank der Einfluss der Osmanen in Tunesien weiter, so dass die Husainiden faktisch selbständig regieren konnten. Allerdings wurde die tunesische Wirtschaft durch mehrere Pest- und Choleraepidemien sowie die Zerstörung der Korsarenflotte durch Frankreich (1827) erheblich geschwächt.
Zwar begannen nun unter Muhammad II. al-Husain (1855-1859) und Muhammad III. al-Husain as-Sadaq (1859-1883) Reformen zur Modernisierung des Landes, doch führten diese zu einer starken Verschuldung und zu dem Staatsbankrott. 1869 übernahmen Britannien, Frankreich und Italien die „Finanzkontrolle“ über Tunesien. Zwar wurden mit dem „Fundamentalen Akt“ alle Privilegien aufgehoben und allen Tunesiern die bürgerlichen Rechte zugestanden. Doch auch wenn dies 1861 in der ersten arabischen Verfassung bestätigt wurde, trat diese nach Aufständen der Beduinen doch nie in Kraft.
Nachdem Frankreich die Besetzung von Zypern durch Britannien akzeptiert hatte, bekam es in Tunesien freie Hand, besetzte das Land und zwang in dem Vertrag von Bardo am 12.05.1881 die Anerkennung des Protektoratsvertrags durch Bey Muhammad III. al-Husain as-Sadaq. Nach der Unabhängigkeit Tunesiens (1956) musste 1957 mit Muhammad VIII. al-Husain al-Amin der letzte Husainide auf Druck des Premiers Habib Bourguiba abdanken. Mit der Ausrufung der Republik wurden die Husainiden auch enteignet.==Herrscher der Husainiden==
- Husain I. ibn Ali (1705-1735)
- Ali I. al-Husain (1735-1756)
- Muhammad I. al-Husain (1756-1759)
- Ali II. al-Husain (1759-1782)
- Hammuda al-Husain (1782-1814)
- Uthman al-Husain (1814)
- Mahmud al-Husain (1814-1824)
- Husain II. al-Husain (1824-1835)
- Mustafa al-Husain (1835-1837)
- Ahmad I. al-Husain (1837-1855)
- Muhammad II. al-Husain (1855-1859)
- Muhammad III. al-Husain as-Sadaq (1859-1882)
- Ali III. al-Husain (1882-1902)
- Muhammad IV. al-Husain (1902-1906)
- Muhammad V. al-Husain (1906-1922)
- Muhammad VI. al-Husain (1922-1929)
- Ahmad II. al-Husain (1929-1942)
- Muhammad VII. al-Husain (1942-1943)
- Muhammad VIII. al-Husain al-Amin (1943-1957)===Literatur:===
- Geschichte der Arabischen Welt, Ulrich Haarmann, C.H.Beck 2001
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